express 10/2019 ist erschienen!

Inhalt

In: express 10/2019

Gewerkschaften Inland

Betriebsspiegel

  • Students for Future: »Arbeitsklimakampf für Einsteiger« – Aufruf zu gemeinsamen Aktionen von Gewerkschafts- und Klimabewegung            S. 3
  • Katharina Varelmann: »Arbeitsfeldansatz« – über die »aufsuchende Feldarbeit« der Initiative Faire Landarbeit S. 4
  • Faire Mobilität: »7 x 24 = 30?« – Urteil mit Reichweite: Bulgarische Pflegerin klagt erfolgreich auf Lohnnachzahlung   S. 5

Internationales

Rezensionen

  • Rudolf Walther: »Organisieren am Transformationskonflikt?« – über Hans-Jürgen Urbans Vorschläge zu »guter Arbeit in der Transformation«          S. 8
  • Malte Meyer: »Irrtum vom allerbesten Zentral-komitee« – über Carsten Priens Beiträge zur Organisationsdebatte des Sozialistischen Büros    S. 16

Kurzmeldungen

  • Antipasti                     S. 10

Statt eines Nachrufs

  • Wolf-Dieter Narr und Klaus Vack: »Form und Inhalt der Politik« – ein fiktives Gespräch  S. 13
  • KH und Torsten Bewernitz: »Das Gleiche in Grün« – zu fiktiven Gesprächen, Gattungsfragen und anderen Bewegungsanliegen              S. 13

Bildnachweis

Die Bilder in dieser Ausgabe stammen aus dem Sachcomic »Das Bedürfnis nach Kooperation – Noam Chomsky im Gespräch mit Jeffrey Wilson«, frisch erschienen im Nomen Verlag, Frankfurt am Main 2019, ISBN 978-3-939816-63-8. 112 Seiten, 18 Euro.

Wir danken den Autoren und der Zeichnerin, der Vermittlungsagentur Paul und Peter Fritz AG sowie dem NomenVerlag und hier insbesondere Joachim Schäfer für die Kooperation () und empfehlen nicht nur die Bilder, sondern auch den Text. Ohne Sprache kein Bewusstsein, keine Wortergreifung, kein Bewusstsein und kein eingreifendes Denken!

Editorial

In: express 10/2019

Geneigte Leserinnen und Leser,

nicht nur das Private, auch das Wetter ist politisch – und zeigt sich von der wechselhaften Seite: Der Herbst hat kaum begonnen, da sind die großen Termine der institutionalisierten Gewerkschaftsbewegung in Deutschland auch schon wieder Schnee vom Sommer: Der ver.di-Bundeskongress ist rum, der IG Metall-Gewerkschaftstag ist ebenfalls gelaufen (so viel Bewegung muss sein), und, ja, der Ratschlag zur Zukunft des express, den wir in Frankfurt abgehalten haben, ist auch schon wieder Vergangenheit. Während die ersten beiden Veranstaltungen medial ja allüberall präsent waren und wir (nicht nur deshalb, sondern auch wegen der Statik des Gegenstands) dazu kaum Überraschendes schreiben könnten (s. diese Ausgabe), hatten wir beim dritten der genannten Termine einen Exklusivzugang, einschließlich aller Empfänge und Hintergrundgespräche am Rande. Was also können wir berichten? Niemand, also wirklich niemand unter den Anwesenden hat uns geraten, das Handtuch zu werfen und den Laden einfach zuzumachen (das mag aber auch auf unsere wohldurchdachte Einladungspolitik zurückzuführen sein. Wer über Zukunft reden will, holt sich keine notorischen Grantler ins Haus). Wir machen jedenfalls weiter, weiter mit der monatlichen Zeitungsproduktion und weiter mit dem Ausloten von Untiefen, Sandbänken und Rettungsaussichten für die schnuckelige Nussschale namens express. Zwei, drei Ideen sind bereits ausgebrütet, unterliegen aber noch den branchenüblichen Sperrfristen. Stay tuned. Jetzt schon könnt Ihr jedoch einschalten zum großen Wetterbericht über Arbeitsklimakämpfe, Arbeitsfeldeinsätze, Autokritik (Zwinker-Smiley, Grüße an unseren Mann in Brüssel), Algorithmen und Arbeitshetze, Abseitsfallen in der Organisationsfrage bis Old School Organizing und Organisieren im Transforma­tionsprozess: Von Alpha bis Omega ist Bewegung in dieser Ausgabe.

Zweierlei sollte Euch mit dieser Ausgabe noch zugehen: Erstens der Aufruf der Students for Future, die nächste Aktionswoche in Sachen Klimarettung auch gewerkschaftsseitig mitzutragen – ihre Handreichung zur Einberufung einschlägiger Betriebsversammlungen findet Ihr nicht nur im Heft dokumentiert, sie liegt auch als handlicher Flyer bei und darf gern befolgt und weitergegeben werden. Dasselbe gilt für das zweite Extra, unseren diesjährigen Spendenaufruf zur Jahresendzeit. Manche Traditionen, auch das ein Ergebnis unseres Ratschlags, sollten eben nicht bedenkenlos preisgegeben werden. Wir wünschen ertragreiche Lektüre.