Veranstaltungshinweis!

Die Revolution(en) 1918. Eine linke Aufarbeitung jenseits neuer Mythen

Es sind namentlich die Revolutionen in der Geschichte, die schnell zum Mythos und deren Ziele und Verläufe später gern im eigenen politischen Interesse instrumentalisiert werden. Das wird im 30. Jahr der demokratischen Revolution in der DDR nicht anders sein, und es wird einige Anstrengung kosten, dem etwas entgegenzusetzen. In dieser Veranstaltung wollen wir – nicht zuletzt auch, um uns für die „Deutungsschlachten“ 2019 gut zu wappnen – auf die Revolution(en) 1918 zurückblicken und Fragen an dieses Ereignis stellen, die entscheidend für jede Revolutionsgeschichte sind. Waren Verlauf und Ergebnis der Novemberrevolution in Deutschland tatsächlich – in ihrem „Erfolg“ wie in ihrer „Niederlage“ – so vorherbestimmt wie es uns manche Geschichtsschreibung weiß machen will? Wie sah das reale Kräfte- und Machtverhältnis aus und was ist Legende? Wie offen war Geschichte 1918/19? Und lässt sich die deutsche Revolution überhaupt begreifen, ohne die Gemeinsamkeiten, vor allem aber, ohne die unterschiedlichen Ausgangslagen in West- und Osteuropa zu berücksichtigen? Was waren die jeweiligen Ziele, welchen Stellenwert hatten die Räte in den einzelnen Ländern, wie sah das Verhältnis zwischen einer revolutionären Minderheit und der Mehrheit dort aus?

Die Historiker Rüdiger Hachtmann und Reiner Tosstorff haben sich mit diesen Fragen beschäftigt und werden ihre Ergebnisse zur Diskussion stellen.

Moderation: Renate Hürtgen (AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West)

Ort: Haus der Demokratie und Menschenrechte, Robert-Havemann-Saal, Greifswalder Straße 4, Berlin

Zeit: 19 Uhr

Veranstalter: AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West und Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte