Veranstaltungen

26.04.2024, Frankfurt a.M.: Gewerkschaften und Antifaschismus

Podiumsgespräch mit express, GewAntifa und dem DGB Frankfurt a.M.

Historisch waren die Gewerkschaften ein Bollwerk gegen den Faschismus. Die Arbeiter:innenbewegung bekämpfte den Aufstieg der Rechten erbittert und war das erste Opfer der faschistischen Herrschaft. Auch heute noch haben die Gewerkschaften des DGB einen antifaschistischen Anspruch und positionieren sich eindeutig gegen rechts. Doch entspricht die Devise „Wer hetzt, der fliegt!“ noch der Realität? Trotz ihres gewerkschaftsfeindlichen und unsozialen Programms wird die AfD unter Gewerkschaftsmitgliedern überdurchschnittlich viel gewählt. Der antifaschistische Konsens in der Basis bröckelt sichtbar. Doch woran liegt das? Gemeinsam mit aktiven Gewerkschafter:innen will die Antifaschistische Basisgruppe Frankfurt/Offenbach über Ursachen, Fehler und mögliche Gegenstrategien diskutieren. Auf dem Podium debattieren ein Mitglied der Redaktion des express, ein:e Vertreter:in des DGB-Kreisverbands Rhein-Main sowie ein Mitglied der GewAntifa – Gewerkschafter:innen und Antifa gemeinsam gegen Dummheit und Reaktion.

Wann: Freitag, 26. April 2024, 19.00 Uhr

Wo: Café Kurzschlusz, Kleiststraße 5, 60318 Frankfurt am Main

Veranstalter: Antifaschistische Basisgruppe (abg) Frankfurt/Offenbach

Mannheim: Anarchy in Kurpfalz

VII. Anarchistische Buchmesse in Mannheim

Auch 2024 werden wieder zahlreiche libertäre Verlage und Vertriebe ausstellen und die Breite der anarchistischen Publizistik vorstellen. Daneben bieten 26 Vorträge und Workshops die Gelegenheit, in Gespräche und Diskussionen einzutreten. Mit der Buchmesse soll die Vielfalt des Anarchismus dargestellt und ein Ort des Austauschs für die libertäre Bewegung zur Verfügung gestellt werden. Zugleich wird einem breiten Publikum die Möglichkeit geboten, anarchistische Positionen kennenzulernen. Wie immer ist die Messe weitgehend barrierefrei zu erreichen. Außerdem werden fairer Kaffee und leckere vegane Gerichte angeboten. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es wie üblich auf der Schlafplatzbörse. Der Eintritt für die Buchmesse ist natürlich frei.

Der express ist Medienpartner der Anarchistischen Buchmesse Mannheim.

Auswahl aus dem Programm:

Freitag, 10. Mai 2014, 10 Uhr: Feministisch streiken – Dort kämpfen, wo das Leben ist (AG feministischer Streik Kassel)

Freitag, 10. Mai 2014, 10 Uhr: Freiwillig im „Jungle“ – Medizinischer Einsatz an einer EU-Außengrenze

Freitag, 10. Mai 2014, 16 Uhr: Radikalisiert euch! – Beiträge zu radikaler Theorie und Praxis (dem Institut für Radikalisierungsforschung beim Bildungskollektiv Biko)

Freitag, 10. Mai 2014, 18 Uhr: Antifaschismus als Notwendigkeit und Problem – Sollen Anarchist*innen in Zeiten des Rechtsrucks wählen gehen? (Paul Schulte)

Samstag, 11. Mai 2014, 14 Uhr: KlassenLos – Sozialer Widerstand von Hartz IV bis zu den Teuerungsprotesten

Samstag, 11. Mai 2014, 16 Uhr: Der große Streik bei BASF gegen den Neunstundentag 1924 – Massenproteste, Straßenschlachten, Tote am Werkstor (André Neu)

Samstag, 11. Mai 2014, 18 Uhr: Genug geschuftet – Radikale Arbeitszeitverkürzung als Baustein für eine bessere Zukunft (Lothar Galow-Bergemann)

Wann: Donnerstag, 9. Mai bis Sonntag, 12. Mai 2024

Wo: Jugendkulturzentrum forum, Neckarpromenade 46, 48167 Mannheim

Veranstalter: Anarchistische Gruppe Mannheim, Jugendkulturzentrum forum, JUZ Friedrich Dürr, Cinema Quadrat, ASV Mannheim, wild west Mannheim

Weitere Informationen: https://buchmesse.anarchie-mannheim.de/

Ostdeutschland-Konferenz 2024

Informieren, Vernetzen, Diskutieren

Auch nach über drei Jahrzehnten nach der Wende sind die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland nicht von der Hand zu weisen. Deutlich niedrigere Löhne durch eine geringere Tarifbindung, erstarkende rechte Strukturen und die ungleiche Verteilung von Reichtum im Vergleich zum Westen prägen auch heute noch das Bild vom Osten. Gleichzeitig herrscht wieder Goldgräberstimmung, seitdem einige Halbleiter-Giganten verkündet haben, sich im deindustrialisierten Osten anzusiedeln oder ihre Standort auszubauen. Eigentlich allerhand zu tun für progressive linke Kräfte, könnte man meinen, aber zwischen AfD und Abstiegsangst wird konstant versäumt, die spezifischen ostdeutschen sozialen und ökonomischen Verhältnisse zu betrachten, miteinander in Beziehung zu setzen und daraus Schlüsse für eine durchdachte politische Praxis zu treffen – höchste Zeit, das zu ändern!

Am 25. Mai 2024 lädt das Sozialkombinat Ost gemeinsam mit Kooperationspartner:innen alle Interessierten zur Ostdeutschland-Konferenz im Kulturzentrum Feuerwache ein. Mit der Veranstaltung soll eine Austauschplattform zum Informieren, Vernetzen und Diskutieren bieten. Euch erwarten wissenschaftsbasierte Inputs, Diskussionsrunden mit Expert:innen und Aktivist:innen und vieles mehr.

Aus dem Programm:

12.00 Uhr: Workshop-Phase 1:

Abhängig für immer? Die Filialökonomie Ostdeutschlands (Dominik Intelmann)

Arbeit und Arbeitskämpfe unter Bedingungen neoliberaler Weltmarktkonkurrenz. Für einen Perspektivwechsel in der Ostdeutschland-Debatte (Stefanie Hürtgen)

Möglichkeiten und Grenzen genossenschaftlichen Wirtschaftens (Ole Nymoen)

14.30 Uhr: Workshop-Phase 2:

Sozialismus im 21. Jahrhundert. Schlussfolgerungen für eine Linke Utopie in Ostdeutschland (Klaus Dörre)

Konfliktbewusste Tarifpolitik. Einblicke in die Praxis ostdeutscher Arbeitskämpfe (Stefan Bornost )

Über die (Un-) Sichtbarkeiten von Ost und West in der Sozialstruktur (Daniel Kubiak)

17.00 Uhr: Podiumsdiskussion

mit Judith Braband, Judith Dellheim, Stefanie Hürtgen und Andre Schmidt, Moderation: Sozialkombinat Ost

Wann: Samstag, 25. Mai 2024, 10.00 Uhr bis 18.30 Uhr

Wo: Kulturzentrum Feuerwache, Halberstädter Str. 140, 39112 Magdeburg

Veranstalter: Sozialkombinat Ost mit Kooperationspartner:innen: Arbeit und Leben Sachsen-Anhalt, Rosa Luxemburg Stiftung Sachsen-Anhalt, Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt, Netzwerk Polylux

Weitere Informationen und Anmeldung: https://sozialkombinat-ost.de/termin/ostdeutschland-konferenz/